Jaja, da sitzt man jetzt, ist seit kurzem erst Student, aber schon jetzt denkt man in einer Art wehleidigen Nostalgie zurück an die Zeit, in der man noch unschuldig und jung in der Schule saß… kein Stress,keine Sorgen, man musste sich um nichts kümmern. Hin und wieder lernen, aber meistens war es doch eine Zeit des Genusses – Party, Spaß, ihr wisst schon, was ich meine. Und es hat einem jeder gesagt: genieß es, es wird das letzte Mal sein. Aber geglaubt hat man es dennoch nicht.
Und nun ist man Student, man ist auf einmal furchtbar erwachsen – oder zumindest erwartet man es von uns. Man muss sich um alles mögliche kümmern – Wohnung, diverse Anträge, aber auch Übungen – alles muss man selber erledigen. Und auch all die netten Leute aus der guten alten Schulzeit sind auf einmal furchtbar beschäftigt (ich zähle da natürlich nicht rein, ich hatte ja noch nie Zeit, bin ja schließlich autistisch veranlagt, gell Schwesterchen?). Und obwohl alles doch recht gemächlich losgeht, hat man plötzlich ganz fürchterlich viel zu tun – und da sag mir nochmal jemand, dass das Studentenleben toll sei *Kopfschüttel*. Und so sitzt man des Abends nach einem – selbstredend sehr anstrengendem Tag – zu Hause und muss sich trotzdem noch um tausend Dinge kümmern. Aber dafür sind wir jetzt Studenten. Und denken doch sehnsüchtig zurück. Ist das nicht Ironie? Und so wird man auch die Zeit als Student eher gestresst hinter sich bringen, um sich danach zu fragen, warum man die Zeit nicht mehr genossen hat, immerhin hat man dann nicht mehr die Chance dazu.
Also immer schön im Hinterkopf behalten: Heute sind die guten alten Zeiten von Morgen. Also nicht aufregen, sondern erstmal entspannen. Ist bestimmt besser, als sich so unnötig zu stressen, studieren kann man ja schließlich immer noch in späteren Semestern.