Einträge tagged ‘Ehrlichkeit

23
Okt
09

Offizielle Entschuldigung

So, jetzt hab ich den Salat. Genau das habe ich gemeint, als ich schrieb, dass es zu einem echten Problem werden kann, wenn das eigene Hobby zur Pflicht wird. Einen Tag habe ich nicht die Welt an meinen geistreichen Gedankengängen teilhaben lassen und schon fühlen sich einige besonders empfindliche Seelen (ohne das jetzt in irgend einer Weise negativ zu meinen) enttäuscht von mir. Es tut mir ja unendlich Leid, dass ich keine Maschine bin, die auf Knopfdruck seitenweise Text sinnvollen Inhalts ausspuckt. Mir kam halt etwas dazwischen. Ja, ich weiß, eine blödere Ausrede gibt es nicht (außer “Ich war gerade den Müll raustragen”, wie ich mir sagen ließ) aber es war dieses Mal tatsächlich so (vielleicht lest ihr ja demnächst sogar über meine wahnsinnig wichtigen Beschäftigungen, die ich so getrieben habe, statt zu schreiben). Besonders geht diese Entschuldigung an den Brausebär und die freie Dimension (mal wieder, ich glaube, die will hier nur eine besondere Stellung haben oder so was), denen das Fehlen eines Artikels gestern wohl sehr zugesetzt hat.

Ich hoffe, dass diese Entschuldigung angenommen und nicht veräppelt wird (ich bin da wirklich empfindlich), da sie ja sehr ernst gemeint und durchaus mit sehr viel Herzblut geschrieben wurde. In diesem Sinne, ich werde mein Bestes tun, in Zukunft nach Möglichkeit einen solchen Lapsus zu vermeiden (auch wenn das wohl kaum zu schaffen sein wird).

Demütigst und mit tiefstem Reuegefühl, euer Puppenspieler.

18
Okt
09

Das ist der Wahrheit!

Man lernt ja schon immer, von Anfang an, dass die Wahrheit etwas ganz Wichtiges ist. Sie ist wichtig um Vertrauen aufbauen zu können, welches dann wiederum zu Freundschaften führt. Daraus folgt für den Gelehrten ganz schnell: ohne Wahrheit keine Freunde. Aber auch aus ethischer Sicht gibt es einige Argumente und Gründe, die für Ehrlichkeit und Wahrheit sprechen. Da wäre zum beispiel mal ganz banal: Lügen ist nicht angesehen. Gut, es ist natürlich so, aber so ein wahnsinnig plausibles Argument ist das jetzt irgendwie nicht, wie ich finde. Aber das ist ja nicht so wichtig, ihr wisst, worauf ich hinaus will und das ist, was gerade zählt. Was ich denke ist ohnehin nicht von Belang. Na gut, manchmal vielleicht. Aber darum geht es jetzt nicht. Ich will hier auch nicht darum betteln, dass ihr mir alle eine (oder auch zwei) Mails schickt, in denen ihr mir euer Mitleid aussprecht. Es geht ganz einfach darum, dass die Wahrheit beziehungsweise das Aussprechen der Wahrheit, also in etwa die Ehrlichkeit in unserer Gesellschaft großen Wert hat. Und das ist ja auch erstmal gut so.

Aber natürlich gibt es auch Momente, in denen man die Wahrheit vielleicht lieber verschweigen sollte. Ich meine, sowas wie die “Notlüge” sagt ja jedem etwas. Und natürlich gibt es genug Situationen, in denen die Wahrheit vielleicht mehr Schaden anrichtet, als sie nützt. Ich meine, oft genug führt doch die Wahrheit zu richtigen Krisen, beispielsweise in Beziehungen. Nicht dass ich ein absoluter Verfechter des Betrügens wäre, darum geht es mir hier gar nicht. Aber selbst der ehrlichste Mensch hat doch schon mal darüber nachgedacht, zu lügen, vielleicht um einen guten Freund zu schützen oder ähnliches. Ein bisschen Unwahrheit? So eine kleine Prise Lüge? Das ist manchmal schon sehr verlockend, oder nicht?

Doch wer entscheidet, wann eine kleine Lüge von Nutzen ist? Ich meine, es ist doch immer eine recht subjektive Einschätzung, wenn man über Nutzen und Schaden einer Lüge entscheidet. Im Prinzip kann man selber doch gar nicht wirklich abschätzen, was für die Umwelt, die anderen Betroffenen, nützlich ist. Ist es da nicht besser, auf Nummer sicher zu gehen und lieber gar nicht zu lügen? Vielleicht besser, wenn auch ungleich schwerer.

Aber ich finde, dass ein bisschen Lügen hin und wieder nicht schaden kann, solange man es mit Bedacht einsetzt. Achtet einfach darauf, dass niemand dahinter kommt. Dann hasst euch niemand, das Vertrauen bleibt bestehen und es stört auch keinen…




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