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10
Nov
09

Endlich wieder da

So, nach langer Zeit der Abstinenz bin ich nun auch wieder für euch zu haben. Und ja, es tut mir unglaublich leid… aber ihr müsst da auch ein wenig Verständnis für mich haben. Denn im Rahmen des Umzugs gab es natürlich (wie immer) Ineternetprobleme, die ehrlich gesagt immer noch nicht gelöst sind. Außerdem verlangt das Studium ja auch seine Zeit, dann war da noch der Umzug und so weiter. Zusätzlich beanspruchen auch meine Mitbewohner nun viel von meiner kostbaren und ohnehin schon knappen Freizeit. Ich hoffe ihr nehmt diese Entschuldigung an (und freut euch ganz dolle darüber, dass ich nicht einfach verschwunden bin).

Naja, und bevor jetzt hunderte Fragen (naja, hunderte sind übertrieben, aber hey…) aufkommen: Ja, der Umzug war super, ja die Wohnung ist toll. Ich habe sogar inzwischen alles eingeräumt (und das nach nur einer Woche, wo bleibt das Lob?!?). Und wir hatten schon eine Menge Spass, so gehört sich das ja auch, wir sind immerhin Studenten (okay, nicht alle aber ich will den Korbi ja jetzt nicht fertig machen ^^). Und das beste ist der rote Sessel, der seit heute sein neues zu Hause genau in meinem Zimmer hat, nachdem es ihm auf dem Sperrmüll doch ein wenig langweilig war… aber ich war sozial und hab ihn mitgenommen und jetzt steht er ganz unschuldig hinter mir und wartet, dass ich in seinem bequemen Kunstleder versinke. Er schaut mich schon ganz verführerisch an.

*Räusper* ja, gut, äh wo war ich? Ach, richtig. Nachdem ich jetzt wieder ein wenig mehr Zeit habe, werde ich versuchen sofern mein Internet geht, euch wieder möglichst oft mit meinen Gedanken zu beglücken.

Und mit dem Kalender fällt mir auch noch was ein, vielleicht mach ich einfach ein schönes schwarz-rotes Muster, was eint ihr?

Ich wünsche euch einen schönen November, viel Spaß in der Vorweihnachtszeit, euer Puppenspieler!

15
Okt
09

Wenn Hobbys zur Arbeit werden…

Tjaa, so kann es gehen… Den ganzen Tag hat man zu tun, vernachlässigt seine Hobbys – und dann, kurz bevor man dann irgendwie doch mal langsam den verdienten Schlaf abholen will, klopft jemand von innen an die Stirn. Es klopft ganz leicht, nicht stark genug um zu schmerzen, aber doch stark genug, um nicht ignoriert werden zu können. Und man weiß natürlich, was dieses Klopfen zu bedeuten hat. Man fühlt sich schuldig. Es ist eine Art Schuldbewusstsein, die einem an das vernachlässigte Hobby erinnert.

Das schöne an einem Hobby ist ja die Freiheit. Man muss das Ganze nicht machen, wenn man gerade keine Lust darauf hat, darum ist es ja ein Hobby. Aber trotzdem fühlt man sich schlecht, wenn man mal einen Tag nicht dazu gekommen ist, sei es, weil man tatsächlich einiges um die Ohren hatte, oder weil man einfach nur gemütlich und faul war – was ja auch nicht schlecht sein muss, wie gesagt ist man schließlich einem Hobby gegenüber nicht viel schuldig. Es sollte also eigentlich kein Problem geben, nur machen wir uns eben eins. Völlig unnötige Unsicherheit bringt uns dann dazu, uns doch noch kurz hinzusetzen und unser Gewissen zu beruhigen, indem man dem Hobby ein paar wertvolle Minuten widmet.

Doch dabei kommt dann oft das eigentlich Problem zu Tage: man würde zwar gerne, um sich zu beruhigen und danach besser zu fühlen – aber es geht einfach nicht. Die Kreativität ist schon schlafen gegangen oder versteckt sich hinter der Faulheit, auf jeden Fall ist sie im Moment nicht zu greifen. Das wäre ja normal noch ein Grund, das Hobby einfach für den Tag sein zu lassen, aber das geht ja nicht, haben wir ja schon festgestellt. Denn dann kommt wieder das Gewissen und klopft uns von innen an die Stirn. Und ignorieren kann man das nicht. Wenn man es doch versucht, wird das Klopfen irgendwann schmerzhaft. Also, doch nochmal die Kreativität ankurbeln, den letzten Saft rauspressen, quetschen was geht. Ein bisschen voran kommen. Es muss ja nicht viel sein. Nur ein kleines Ergebnis, dafür braucht man ja wohl nicht viel Kreativität! Also, nochmal aufgerafft, die Kreativität gekitzelt und nach zehn Minuten der Arbeit (zu welcher das Hobby in diesem Moment tatsächlich wird) geht es dann aber ab in die Heia! Am nächsten Tag, wenn man sich dann wieder ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, kommt einem dann allerdings sehr häufig das Grauen. Zu wenig Kreativität gepaart mit zu viel Eile führen eben zu nichts…

Ich zum Beispiel habe heute den ganzen Tag nichts geschrieben. Was mich nun zu diesem Artikel bewegt. Bei mir ist aber nicht mein (nicht sehr ausgeprägtes) Gewissen schuld, sondern der kleine Kalender, der das heutige Datum weiß zeigen würde, wenn ich nicht doch noch etwas schreibe. Das ist ganz tragisch, ich finde den Effekt nämlich toll, dass die Daten, an denen ich etwas veröffentlicht habe, rot sind und wieder weiß werden, wenn man mit dem Cursor darüber geht. Und darum kommt es auch nicht in Frage, den Kalender von der Seite zu löschen, nur um in Zukunft solche Debatten über Untätigkeit zu vermeiden – es geht ja um den Effekt. Und darum ist dieser Kalender ganz tragisch. Aber der Grund ändert nichts an der Sache (was im Übrigen recht häufig der Fall ist). Denn das Hobby verliert seinen Sinn, wenn man es zu einer Pflicht macht.

Aber immerhin habe ich jetzt trotzdem um die 550 Wörter geschrieben, ohne etwas zu sagen – vielleicht sollte ich doch nochmal darüber nachdenken, Politik zu studieren.

PS: Aus gegebenem Anlass werdet ihr diesen Artikel garantiert NICHT in der Kategorie Kreativität! finden.

08
Okt
09

Faszination Blog

Es gibt viele Arten, seine Freizeit auf mehr oder weniger sinnvolle Weise rumzubringen. Sinnvoll wären da zum Beispiel lernen, putzen oder sich um sein BAföG kümmern – alles sogar sehr sinnvoll. Aber irgendwie auch lahm. Ich weiß nicht. Ich bin doch kein BWL-student. Oder Jura. Ne, wirklich nicht. Die sinnlosen Beschäftigungen sind dagegen meist spannend, kreativ, oder wenigstens witzig – wer von euch findet es bitte nicht höchst amüsant, kleine Kinder beim Spielen zu stören? Oder „Charlie the unicorn“ auf Youtube zu sehen. Wahnsinnig lustig. Aber sinnlos. Zu diesen sinnlosen Freizeitbeschäftigungen gehört natürlich auch das Verfassen sinnloser Texte, die dann irgendwo auf der Festplatte einstauben und vor sich hin schimmeln. Ein tragisches Schicksal, zumal Energie und Kreativität, die dabei draufgehen, auch gut zum Lernen hätten genutzt werden können. Das wäre dann sogar sehr sinnvoll. Aber das hatten wir ja schon. Man muss also eine Möglichkeit finden, sinnlose Beschäftigungen, die dafür aber sehr lustig sind, mit etwas Sinnvollem zu verbinden.

Und damit kommen wir zum Thema. Das Bloggen. Ein englischer Begriff, der etwas beschreibt, was wahrscheinlich 80% der deutschen Bürger über 40 nicht kennen. Unter 30 kennt es dagegen schon jeder. Klar. Ist ja jetzt auch verdammt cool, sowas zu machen, hallo, schaut mich an! Das tolle an so einem Blog: man zeigt anderen Leuten die Texte, die während einer sinnlosen Freizeitbeschäftigung entstanden sind. Das führt dazu, dass man das Gefühl hat, diese Beschäftigung sei gar nicht so sinnlos gewesen (obwohl sich daran eigentlich natürlich nichts ändert, wieso sollte auch), da sie ja nun auch andere lesen können. Man bereichert sein Umfeld quasi mit den eigenen kreativen Ergüssen. Und man reinigt das Gewissen. Also das eigene. Weil die Beschäftigung auf einmal doch einen Sinn hatte, in unseren Augen. Und damit ist es nicht schlimm, dass wir in der Zeit nicht gelernt haben. Wir haben ja andere sinnvolle Aufgaben erledigt. Und wir waren auch noch verdammt uneigennützig, haben wir doch gerade Unmengen an anderen Menschen mit unseren Texten beschenkt und sie so quasi auch zu einer sinnvollen Beschäftigung getrieben. Sie fangen jetzt nämlich an, die Texte zu kommentieren, was natürlich super ist, da sich so Unterhaltungen aufbauen. Wie sinnvoll ist das denn bitte?! Meinungsaustausch und so. Sowas kommt ja inzwischen sowieso nur noch am PC im Internet zustande. Den Mund gebraucht kein Mensch mehr.

Tragisch wird es allerdings, wenn jemand dahinter kommt. Wenn jemand das eigentliche Gerüst erkennt, auf dem all diese sinnvollen Beschäftigungen aufgebaut sind. Wenn jemand erkennt, dass alles nur Fassade ist, wie die Matrix. Wenn einer sieht, dass das, worum es geht, nämlich der Text, der in meinem Blog veröffentlicht wurde und dadurch ganz plötzlich verdammt sinnvoll wurde, eigentlich verdammt sinnlos ist. Das es deshalb sinnlos ist, darüber zu diskutieren. Dass deshalb mein Blog sinnlos ist, da er zu nichts Sinnvollem führt. Dass ich Stunden damit verbringe, sinnlose Texte auf einem sinnlosen Blog zu veröffentlichen um Leute in ihrer Freizeit dazu zu bringen, sinnlose Diskussionen zu führen anstatt sinnvolleres zu tun – zum Beispiel lernen. Oder putzen. Oder sich um dieses verdammte BAföG kümmern. Ich klaue nicht nur mir selbst die Freizeit, in der ich verflucht noch mal sinnvollere Dinge tun könnte – nein, auch euch bringe ich um wertvolle Zeit. Es ist also nicht nur sinnlos, sondern noch dazu auch noch gemein. Nun, warum mache ich es dann trotzdem? Eigentlich ganz einfach: weil eben bisher noch niemand drauf gekommen ist. Alles scheint so wunderbar sinnvoll. Ich spiele euch allen, die ihr das jetzt lest und nachher eure Kommentare feuert, einen Moment trügerischen Glücks vor, in dem ihr denkt, ihr macht etwas Sinnvolles. Dass ich euch alle, und natürlich auch mich, nur verarsche, braucht ja keiner wissen.

Also immer schön kommentieren. Ist ja sinnvoll.




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