Archiv der Kategorie 'Uni…'

26
Okt
09

Die guten alten Zeiten…

Jaja, da sitzt man jetzt, ist seit kurzem erst Student, aber schon jetzt denkt man in einer Art wehleidigen Nostalgie zurück an die Zeit, in der man noch unschuldig und jung in der Schule saß… kein Stress,keine Sorgen, man musste sich um nichts kümmern. Hin und wieder lernen, aber meistens war es doch eine Zeit des Genusses – Party, Spaß, ihr wisst schon, was ich meine. Und es hat einem jeder gesagt: genieß es, es wird das letzte Mal sein. Aber geglaubt hat man es dennoch nicht.

Und nun ist man Student, man ist auf einmal furchtbar erwachsen – oder zumindest erwartet man es von uns. Man muss sich um alles mögliche kümmern – Wohnung, diverse Anträge, aber auch Übungen – alles muss man selber erledigen. Und auch all die netten Leute aus der guten alten Schulzeit sind auf einmal furchtbar beschäftigt (ich zähle da natürlich nicht rein, ich hatte ja noch nie Zeit, bin ja schließlich autistisch veranlagt, gell Schwesterchen?). Und obwohl alles doch recht gemächlich losgeht, hat man plötzlich ganz fürchterlich viel zu tun – und da sag mir nochmal jemand, dass das Studentenleben toll sei *Kopfschüttel*. Und so sitzt man des Abends nach einem – selbstredend sehr anstrengendem Tag – zu Hause und muss sich trotzdem noch um tausend Dinge kümmern. Aber dafür sind wir jetzt Studenten. Und denken doch sehnsüchtig zurück. Ist das nicht Ironie? Und so wird man auch die Zeit als Student eher gestresst hinter sich bringen, um sich danach zu fragen, warum man die Zeit nicht mehr genossen hat, immerhin hat man dann nicht mehr die Chance dazu.

Also immer schön im Hinterkopf behalten: Heute sind die guten alten Zeiten von Morgen. Also nicht aufregen, sondern erstmal entspannen. Ist bestimmt besser, als sich so unnötig zu stressen, studieren kann man ja schließlich immer noch in späteren Semestern.

25
Okt
09

Etwas übertrieben!

Also das ist ja mal wieder der Wahnsinn. Ich habe gemerkt, dass ich mich in letzter Zeit etwas sehr viel aufrege. Aber es muss sein. Egal wie schlecht es vielleicht für meine Nerven ist (und das ist es ganz bestimmt). Aber manchmal geht es nicht anders. Auch wenn ihr jetzt ein schlechtes und natürlich total falsches Bild von mir habt – eigentlich bin ich ja ein ganz Lieber. Aber irgendwann ist es auch einfach wieder genug, findet ihr nicht? Ich meine, mal ganz ehrlich, mit ich Krösus? Da schaut man nichts ahnend in der Buchhandlung seines Vertrauens (dessen Namen ich jetzt aus werbetechnischen Gründen nicht nenne – wenn ich sowas mache, dann will ich auch Geld dafür) und dann muss man feststellen, dass Bücher immer teurer werden – und zwar nicht nur ein bisschen. Ganz schlimm ist es bei Studienbüchern. Die Dinger kosten zum Teil schon mehr als ein neuer Computer. Gehts noch? Also ganz im Ernst, wenn ich für ein einziges Buch 400 € zahlen soll hört der Spaß doch auf. Ich boykottiere dieses Buch, ich werde es mir nicht kaufen, allein schon deshalb, weil ich sowieso keine Zeit haben werde, es zu lesen. Geschweige denn, daraus zu lernen…

Da wird man echt arm, bei sowas, da hilft einem nicht mal das BAföG, welches ohnehin nur spärlich verteilt wird. Und die Studenten sind mal wieder die blöden. Aber das hatten wir ja schon.

Also, ich geh dann mal sparen…

24
Okt
09

So was von unnötig…

Also mal ehrlich, Motivation und so ist ja in Ordnung, aber man kann das auch echt übertreiben… Grad eine Woche in der Uni und schon gibts ein Seminar – am Wochenende! Und einen Vortrag muss ich auch noch machen dafür, ja sag mal, gehts noch? Mal ehrlich, da nimmt man den Neuankömmlingen doch gleich alle Lust zum studieren, der ganze Spaß, die Vorfreude, alles weg. Ein bisschen Zeit könnte man uns schon lasse, ich mein, wir sind doch alle noch total in der “ich muss nichts tun”-Stimmung, und dann gehts gleich so los, da fliegt doch gleich mal die Hälfte wieder raus! Und dann auch noch sowas unnützes, nicht mal spannend oder so. Vortragstechniken, also bitte. Ein wenig enttäuscht bin ich ja schon. Mein Sonntag ist auf jeden Fall mal hinüber.

So, genug, ich geh schmollen.

Wenn ihr mich braucht, ich bin nicht da. Euer Puppenspieler.

23
Okt
09

Was die Wiener so treiben…

Jaja, irgendwie belächelt man als Deutscher ja immer mal wieder gerne die Österreicher. Egal, ob man es nach außen hin zu gibt, oder nicht, eine leichte Überheblichkeit ist mindestens da. Genauso wie übrigens umgekehrt. Nun ja, vielleicht haben die Österreicher auch mehr Recht auf uns herab zu blicken, immerhin liegt ihr Land ja höher – aber mal Scherz beiseite und ganz ernsthaft: manchmal sollte man sich wirklich überlegen, ob das was der jeweils andere veranstaltet eventuell doch hin und wieder sinnvoll ist. In diesem speziellen Fall meine ich die Studentendemonstration in Wien, die zur Zeit (beziehungsweise seit gestern) statt findet. Ich meine nicht, dass ich diese Aktion unbedingt gut heiße (ehrlich gesagt bin ich mir da noch nicht so sicher), aber dazu später.

Hier erstmal die Fakten: am Vormittag des gestrigen Tages begann eine Demonstration von Wiener Studenten und vereinzelten Professoren gegen die bestehenden Studienbedingungen (laut eigenen Angaben ginge es vor allem um Studiengebühren, sowie die Abschaffung von Konkurrenz und Leistungsdruck sowie Aufnahmeprüfungen u.v.m.). Gestartet war die Aktion vor der Votivkirche, wurde dort aber gegen 12.30 Uhr von der Polizei aufgelöst. Daraufhin zog die Gruppe zum Audimax welchen sie dann um ca. 13 Uhr besetzten – für über 24 Stunden. Zu Beginn waren es ungefähr 1000 Demonstranten. (Quelle: OÖNachrichten)

So viel zu den Fakten. Und was sollen wir jetzt davon halten? Ich meine, in Deutschland gab es ja auch schon diverse Demonstrationen gegen Studiengebühren, für bessere Bildung etc., aber was hat es gebracht? Richtig, nichts. Ich will nicht sagen, dass eine Demonstration sinnlos wäre, nur weil sie nichts erreicht – und immerhin hat die in Wien Aufmerksamkeit erregt. Aber es geht mir auch gar nicht um Demonstrationen als solche, sondern vielmehr um den Inhalt. Abschaffung der Aufnahmeprüfung? Freie Masterzugänge? Tut mir Leid, aber einen wirklich großen Sinn kann ich im Moment nicht dahinter entdecken. Natürlich sollte jeder Mensch ein Recht darauf haben, seine Fähigkeiten zu entfalten, da habe ich auch nichts dagegen, das spreche ich auch niemandem ab. Aber hat sich einer der lieben studentischen Demonstranten mal Gedanken gemacht wie ihr Audimax ohne Aufnahmeprüfungen aussähe? Richtig, etwas überfüllt. Würde man versuchen dieses Problem zu verhindern bliebe noch die Möglichkeit “Wer zuerst kommt…”, was wiederum eine gewisse Ungerechtigkeit bürge, nicht?

Da finde ich andere angesprochene Punkte schon wesentlich sinnvoller, beispielsweise die Forderung nach genug Studienplätzen für alle – dann können wir auch nochmal über die Aufnahmeprüfungen reden. Auch unabhängige Lehre und Forschung sind nicht zu vernachlässigende Punkte.

Insgesamt jedoch bin ich mir bei dieser Demonstration noch unschlüssig. Ich denke, die Österreicher sollten sich einfach an ihr Bakkalaureats-System gewöhnen. Internationaler Standard und so. Hat man doch in Deutschland auch und alle sind zufrieden. Zumindest die, die was zu sagen haben. Einfach nicht aufregen, lautet die Devise.

Augen zu und durch. Es wird schon werden.




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