Archiv der Kategorie 'typisch München…'

30
Okt
09

Das Ende naht.

Die lange Suche hat schließlich ein Ende. Am Sonntag werde ich zusammen mit zwei weiteren Verrückten in mein neues zu Hause ziehen und dort dem Studentenleben frönen. Nach langer, ernüchternder und anstrengender Suche haben wir nun endlich eine Wohnung gefunden die sogar bezahlbar ist. Die Suche war im Übrigen auch der Grund, warum ich die Dreistigkeit besaß, letzten Donnerstag keinen Artikel zu schreiben. Ich war einfach zu sehr mit Wohnungen beschäftigt. Das durch die für München recht unterdurchschnittliche Miete gesparte Geld wird dann zwar in Bücher fließen, aber so ist das halt als Student…

Aber ich will jetzt auch gar nicht wieder anfangen, zu meckern. Diesmal ist die Nachricht die ich für auch habe ja durchaus positiv (ich habe gemerkt, dass das in letzter Zeit eher selten war, was mir natürlich aufrichtig Leid tut, aber ich kann ja nichts dafür ;) ).  Es wird jetzt also noch ein wenig stressig mit dem Umzug, aber uns Studenten kann man das ja zumuten – wir haben ja Zeit. Mal sehen, wie es wird, ich bin schon ganz aufgeregt und es kribbelt schon ganz dolle. Drum werde ich mich jetzt auch ans packen machen.

Einen schönen Abend euch noch, euer Puppenspieler.

21
Okt
09

Murphy is your friend!

Ihr kennt sicher alle Murphy. Er ist ein ganz netter Kerl, man kann sich auch echt gut mit ihm unterhalten, aber er hat natürlich auch eine Kehrseite. Und die kennt ja auch jeder. Murphy ist dafür verantwortlich, dass die andere Spur schneller ist, er ist dafür verantwortlich, dass es genau dann anfängt zu regnen, wenn man den Fuß vor die Tür setzt, all das. Und jeder hat ihn schon mal deswegen verflucht. Ich meine, das ist ja schließlich nicht sein Bier, warum mischt er sich denn bitte ein? Aber so ist er nun einmal und man wird sich wohl daran gewöhnen müssen. Man fährt auf jeden Fall besser, wenn man ihn sich zum Freund macht und über seine kleinen Witzeleien nur lacht, statt sich mal wieder aufs Neue aufzuregen.

Allerdings ist das manchmal leichter gesagt, als getan. Erst heute musste ich wieder feststellen, dass Murphy allgegenwärtig ist. Und egal, wie gut es dir gerade geht – Murphy wird schon dafür sorgen, dass dir das wieder vergeht. Ich bin diese Woche schon 6 mal S-Bahn gefahren. Die ersten fünf mal hatte meine S-Bahn, wie man es inzwischen auch gewohnt ist, Verspätung. Und zwar zwischen 5 und 15 Minuten. Währenddessen waren die anderen S-Bahnen, soweit ich das beurteilen kann, pünktlich. Naja, da spürt man schon Murphys Atem. Aber es geht sogar noch weiter. Als ich heute den Heimweg antrat erwischte ich die U-Bahn genau so, dass ich, sollte beides pünktlich sein, meine S-Bahn um eine Minute verpassen würde. Da kann ja dann ein bisschen Verspätung nicht schaden, dann erwischt man die Bahn sogar noch, so dachte ich. Und unwahrscheinlich war es ja auch nicht, nachdem sie bis dato 5 von 5 Malen Verspätung hatte. Aber – und ihr werdet es sicher schon erraten – kam die S-Bahn natürlich genau pünktlich und so verpasste ich sie. Die nächste hatte wieder Verspätung…

Man spürt hier nun ganz deutlich den Einfluss, den Murphy inzwischen sogar schon auf die MVV ausübt, es ist fast unfassbar. Doch man kann es nicht ändern. Murphy ist unser Freund. Und sollte doch mal etwas schief gehen? “Don’t cry, say fuck you and smile!”…

20
Okt
09

Bürokratie…

Ja, da setzt man sich als angehender Student in die Uni und was ist? Erstmal ungefähr 50 (in Worten fünfzig) Blätter, Kopien von irgendwas, was man dem armen Studenten halt so zumutet (dass der Student im allgemeinen und die Pharmazeuten im speziellen benachteiligt werden, habe ich ja schon festgestellt, aber , und ihr werdet es schon ahnen, es geht hier gar nicht darum!). Das heißt, man geht in die Uni, bewaffnet mit Block und Stift und kommt wieder raus – mit einer Wagenladung an Papier. Gut, das war jetzt ein wenig übertrieben, aber man muss das ja auch deutlich genug darstellen. Na, und dann muss man natürlich auch noch diverse Anträge stellen. Nämlich allein von der Uni her muss man sich schon mal um die Anmeldung (und ich rede hier nicht von der Immatrikulation) und den Bibliotheksausweis respektive andere Ausweise, Genehmigungen etc. kümmern. Das ist zum Glück auch relativ schnell geschehen, wir sind ja auf einem High-Tech-Campus, muss ja auch für irgendwas gut sein (neben den drei Beamern im Liebig-HS natürlich). Aber da fängt es ja auch erst an. Soll heißen, dass man sich jetzt auch mal um die neue Kundenkarte kümmern sollte, denn man muss ja auch irgendwie in die Uni fahren – und Stempeln ist in München nun wirklich ein bisschen zu teuer. Da heißt es dann natürlich auch erstmal ordentlich anstehen und schon wieder einen Antrag ausfüllen… na danke. Den Antrag auf Befreiung von Studiengebühren muss man natürlich auch stellen, nochmal einige Seiten Papier, zu denen man zusätzlich natürlich auch eine Kindergeldbescheinigung braucht. Und da sagt mir noch mal jemand, Deutschland wäre ja gar nicht so wahnsinnig bürokratisch – das IST es!

Ach ja, den BAföG-Antrag hatte ich ja ganz vergessen. Der schlimmste von allen. Na dann, Prost Mahlzeit, ich werde mich dann mal durch diverse Papierstapel kämpfen. Ich hoffe, ich komme da Lebend wieder raus!

19
Okt
09

Auf der Suche nach neuer Unterkunft.

So ein Aufwand, das hätte ich ja nie gedacht. Obwohl es jeder schon vorher prophezeit hatte. Aber da muss man ja nicht wirklich drauf hören, ich meine, die wollen einen doch bloß einschüchtern. Tja, inzwischen denke ich da anders… denn es hat sich bewahrheitet. Es ist ziemlich ernüchternd, eine neue Wohnung zu suchen. Nicht nur verdammt teuer ist diese Stadt, sodass man Probleme hat, eine Wohnung für unter 300 € pro Person (und sie sollte natürlich nicht zu verschimmelt sein…) zu finden. Nein, dann heißt es auch noch regelmäßig, dass WGs unerwünscht sind. Hallo? Das hat schon etwas von Diskriminierung, findet ihr nicht? Die armen kleinen Studenten werden immer schlechter behandelt. Sie haben weniger Rechte als ganz normale Normalverdiener. Sie haben zwar auch mehr Rechte als zum Beispiel Schüler, bekommen dafür aber meistens weniger Rabatt (etwa im Kino, Theater etc.). Aber es geht jetzt und hier gar nicht mal darum, dass Studenten benachteiligt werden. Sondern darum, dass München in Bezug auf Wohnungen sehr Studentenunfreundlich ist. Denn selbst wenn mal eine Wohnung “WG-geeignet” ist, muss nur ein halbwegs seriöser Verdienender oder noch besser Arbeitsloser daher kommen, und schon wird man als Student wieder abgeschrieben. Ist doch albern, sowas…

Gut, eventuell ist es auch einfach nicht so intelligent, zu Semesterbeginn eine Wohnung zu suchen, aber das tut ja jetzt mal überhaupt nichts zur Sache. Denn Fakt ist, dass München viel zu wenig freie Wohnungen für die immer weiter wachsende Zahl an Studenten hat. Und es kann sich halt nicht jeder leisten, im Monat 500 € für eine Wohnung auszugeben…

So sitzt man also mehr oder weniger täglich am PC, durchforstet das Internet und macht ab und zu sogar einen Besichtigungstermin aus. Und da geht man dann natürlich auch hin, ist ja für einen guten Zweck, da kann man seine Zeit ruhig auch mal für opfern. Und dann melden sich die Makler/Vermieter nicht mehr. Gut, das war ja fast zu erwarten, trotzdem ist sowas tierisch nervig. Und so sind wir jetzt schon seit einigen Wochen auf Wohnungssuche, ohne wirklich Fortschritte zu machen.

Aber mal sehen, was kommt…




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