11
Nov
09

(134340) Pluto

Was gibt es denn bitte schön in Illinois? Richtig, nichts. Keine nennenswerte Kultur, keine berühmten Personen, nicht mal eine Landschaft, die es für Touristen lohnenswert machen würde, ausgerechnet diesen Bundesstaat zu besuchen. Und natürlich gibt es auch keine bekannten Prominenten, ob tot oder lebend, aus Illinois. Umso stolzer waren die Illinoisaner, als im Februar 1930 Clyde W. Tombaugh eine riesige Entdeckung machte. Bereits Jahrhunderte lang forschten Naturwissenschaftler an einem Objekt, das neben anderen vor allem auf den Namen “trans-Neptun” hörte und bis dahin nur erahnt, nie aber wirklich gesichtet wurde. Tombaugh, der übrigens in Illinois geboren ist, schaffte es schließlich durch Zufall, diesen Himmelskörper zu fotographieren. Heute ist der Planet eher bekannt unter dem Namen Pluto und sein Entdecker wird in Amerika als Held gefeiert.

Man könnte ja auch wirklich stolz sein. Aber eben nur könnte. Denn – und wie sollte es auch anders sein – wurde Pluto der Planetenstatus im Jahre 2006 von der IAU aberkannt. Zu klein, zu weit weg, Umlaufbahn nicht kreisförmig genug, etc. Es herrschte eine riesige Debatte, denn mit der Entdeckung weiterer Trans-Neptun Objekte, die zum Teil von der Größe sogar an den Pluto heranreichen (Eris), wollten viele Mitglieder der IAU eine Definition des Begriffs “Planet”. Das ging dann ein bisschen so hin und her und am 24.08.2006 wurde der alten Definition ein Zusatz über die Masse eines Himmelskörpers beigefügt und ZACK war der Pluto nur noch ein Zwergplanet, ein Plutoid, um genau zu sein. Tja, liebe Amerikaner und ins besondere Illinoisaner, so schnell kanns gehen, wenn man nicht aufpasst. Und Pluto, da ja jetzt kein Planet mehr, bekam einen Zusatz zu seinem alten Namen und heißt jetzt: (134340) Pluto. Schön, nicht?

Nun, aber ihr ahnt, dass es damit noch nicht sein Ende genommen hatte. Denn die Amerikaner sind nicht dumm (schaut euch doch hierzu bitte mal das Video auf Youtube an, welches da heißt “Americans are NOT stupid” – es hat mir einige sehr lustige Minuten geschenkt ^^). Und so kamen die Regierung des Bundesstaates Illinois im Herbst 2009 auf die Idee, das ganze wieder rückgängig zu machen und den Pluto wieder in den Status eines vollwertigen Planeten zu erheben. Natürlich nur in ihrem Bundesstaat, alles andere wäre ja auch ein wenig größenwahnsinnig, aber immerhin. Ja, und so kam es dann, dass seit Herbst Illinois wieder einen Star hat – wenn gleich dieser auch nur dort als ein solcher gefeiert wird, weil er sonst ja definitionstechnisch keiner ist – quasi. Die spinnen die Amis.

Also Leute, ich geh mal eben ins Einwohnermeldeamt und sage denen, dass ET ab morgen bei mir wohnt.

10
Nov
09

Endlich wieder da

So, nach langer Zeit der Abstinenz bin ich nun auch wieder für euch zu haben. Und ja, es tut mir unglaublich leid… aber ihr müsst da auch ein wenig Verständnis für mich haben. Denn im Rahmen des Umzugs gab es natürlich (wie immer) Ineternetprobleme, die ehrlich gesagt immer noch nicht gelöst sind. Außerdem verlangt das Studium ja auch seine Zeit, dann war da noch der Umzug und so weiter. Zusätzlich beanspruchen auch meine Mitbewohner nun viel von meiner kostbaren und ohnehin schon knappen Freizeit. Ich hoffe ihr nehmt diese Entschuldigung an (und freut euch ganz dolle darüber, dass ich nicht einfach verschwunden bin).

Naja, und bevor jetzt hunderte Fragen (naja, hunderte sind übertrieben, aber hey…) aufkommen: Ja, der Umzug war super, ja die Wohnung ist toll. Ich habe sogar inzwischen alles eingeräumt (und das nach nur einer Woche, wo bleibt das Lob?!?). Und wir hatten schon eine Menge Spass, so gehört sich das ja auch, wir sind immerhin Studenten (okay, nicht alle aber ich will den Korbi ja jetzt nicht fertig machen ^^). Und das beste ist der rote Sessel, der seit heute sein neues zu Hause genau in meinem Zimmer hat, nachdem es ihm auf dem Sperrmüll doch ein wenig langweilig war… aber ich war sozial und hab ihn mitgenommen und jetzt steht er ganz unschuldig hinter mir und wartet, dass ich in seinem bequemen Kunstleder versinke. Er schaut mich schon ganz verführerisch an.

*Räusper* ja, gut, äh wo war ich? Ach, richtig. Nachdem ich jetzt wieder ein wenig mehr Zeit habe, werde ich versuchen sofern mein Internet geht, euch wieder möglichst oft mit meinen Gedanken zu beglücken.

Und mit dem Kalender fällt mir auch noch was ein, vielleicht mach ich einfach ein schönes schwarz-rotes Muster, was eint ihr?

Ich wünsche euch einen schönen November, viel Spaß in der Vorweihnachtszeit, euer Puppenspieler!

30
Okt
09

Das Ende naht.

Die lange Suche hat schließlich ein Ende. Am Sonntag werde ich zusammen mit zwei weiteren Verrückten in mein neues zu Hause ziehen und dort dem Studentenleben frönen. Nach langer, ernüchternder und anstrengender Suche haben wir nun endlich eine Wohnung gefunden die sogar bezahlbar ist. Die Suche war im Übrigen auch der Grund, warum ich die Dreistigkeit besaß, letzten Donnerstag keinen Artikel zu schreiben. Ich war einfach zu sehr mit Wohnungen beschäftigt. Das durch die für München recht unterdurchschnittliche Miete gesparte Geld wird dann zwar in Bücher fließen, aber so ist das halt als Student…

Aber ich will jetzt auch gar nicht wieder anfangen, zu meckern. Diesmal ist die Nachricht die ich für auch habe ja durchaus positiv (ich habe gemerkt, dass das in letzter Zeit eher selten war, was mir natürlich aufrichtig Leid tut, aber ich kann ja nichts dafür ;) ).  Es wird jetzt also noch ein wenig stressig mit dem Umzug, aber uns Studenten kann man das ja zumuten – wir haben ja Zeit. Mal sehen, wie es wird, ich bin schon ganz aufgeregt und es kribbelt schon ganz dolle. Drum werde ich mich jetzt auch ans packen machen.

Einen schönen Abend euch noch, euer Puppenspieler.

29
Okt
09

Die Versuchung…

Manchmal überlegt man es sich schon zwei Mal, ob man etwas macht. Man will es eigentlich tun, weiß aber, dass es negative Konsequenzen haben wird. Und doch will man es nicht missen. Man kann der Versuchung nicht widerstehen. Versuchung… Das ist ohnehin das Sinnloseste, was je erfunden wurde. Wozu braucht man denn sowas? Ich meine, was ist so toll an der Versuchung? Das Leben wäre oft viel einfacher ohne sie. Aber bitte, irgendjemand hat sich gedacht, Versuchung ist top, und jetzt haben wir sie am Hals. Ganz großes Kino. Ich bin ja eigentlich nicht so, ich beschwere mich auch sehr selten (wer öfter mal hier durchschaut kann das durchaus bestätigen). Aber manchmal ist es einfach angebracht. So wie in diesem Fall. Und darum mach ich es hiermit.

Versuchung, du seist zurecht gewiesen! So, das hat gesessen, die meldet sich so schnell nicht wieder. Dann kann ich endlich beruhigt schlafen.

28
Okt
09

Noch müde blinzelst du aus dem Fenster. Es ist dunkel. Leicht ruckelnd fährt die U-Bahn ihren Weg. Monoton wie eh und je dringt das Geräusch der Räder kaum noch in deine Ohren. Dein Blick ist leer. Doch hinter deiner Stirn toben die Gedanken und jagen sich in einem wahnsinnigen Teufelskreis selbst. Doch man erkennt es nicht. Wie jeden Morgen sitzt du nur dort, den Blick starr aus dem Fenster gerichtet. Noch im Halbschlaf. Und doch nicht zu müde, um nicht zu denken. Und es ist wie jedes Mal weder angenehm, noch irgendwie besonders. Genau genommen sind auch die Gedanken nur leere Hüllen. Und dann schaust du auf. Und du siehst auch nichts anderes. Nur leere Hüllen. Alle müde, so wie du. Alle sonst wo mit ihren Gedanken, so wie du. Und alles kaputte Gestalten. Oder die meisten.

Die Bahn wird langsamer und hält. Ein alter Mann steigt ein. Er setzt sich zu dir. Und schaut dich an. Sein Blick durchdringt dich und blickt dir bis auf den Boden der Seele. Er sieht alles, und du merkst das. Dann lächelt er. “Steh auf!” Sagt er. Und dann geht er wieder.

27
Okt
09

Nun ist er doch noch gekommen…

An manchen Abenden, ganz bestimmten von der Art her, also ich meine die Stimmung, unter anderem, da fühlt man sich irgendwie ganz komisch. Also nicht körperlich, also dass man krank wäre oder so, das meine ich gar nicht, nein, es ist mehr so was sentimentales (ja, ich weiß, das klingt jetzt irgendwie fürchterlich – naja, lassen wir das), man fühlt sich einsam, ganz speziell, auf eine Art und Weise. Liegt es am Wetter? An der Jahreszeit? Denn nachdem sich der Herbst nun doch entschieden hat, auch in München nochmal kurz vorbei zu schauen, sind einige Leute schon irgendwie – anders – als sonst. Andauernd bläst irgendjemand Trübsal, es ist schon fast anstrengend. Dabei, habe ich mir gerade sagen lassen, ist Herbst eine sehr schöne Jahreszeit. Ich weiß auch nicht so genau, warum, ich finds eher ein bisschen grau und trist, aber das ist schließlich eine sehr subjektive Einschätzung… trotzdem hat natürlich der Herbst auch gute Seiten und ich wäre sehr inkonsequent, wenn ich ihn jetzt nicht ein bisschen in gutes Licht rücken würde. Also, der Herbst ist schon mal sehr bunt – sagt man zumindest. UND er läutet den Winter ein und der ist ja bekanntlich sehr toll. So, das reicht jetzt aber auch wieder, man soll ja nicht übertreiben.

Also immer schön dran denken, kein Trübsal im Herbst, das ist eine sehr schöne Jahreszeit. Und Trübsal ist eh total unnötig. Womit wir wieder bei sinnvoll und sinnlos wären. Aber das würde jetzt zu weit führen.

26
Okt
09

Die guten alten Zeiten…

Jaja, da sitzt man jetzt, ist seit kurzem erst Student, aber schon jetzt denkt man in einer Art wehleidigen Nostalgie zurück an die Zeit, in der man noch unschuldig und jung in der Schule saß… kein Stress,keine Sorgen, man musste sich um nichts kümmern. Hin und wieder lernen, aber meistens war es doch eine Zeit des Genusses – Party, Spaß, ihr wisst schon, was ich meine. Und es hat einem jeder gesagt: genieß es, es wird das letzte Mal sein. Aber geglaubt hat man es dennoch nicht.

Und nun ist man Student, man ist auf einmal furchtbar erwachsen – oder zumindest erwartet man es von uns. Man muss sich um alles mögliche kümmern – Wohnung, diverse Anträge, aber auch Übungen – alles muss man selber erledigen. Und auch all die netten Leute aus der guten alten Schulzeit sind auf einmal furchtbar beschäftigt (ich zähle da natürlich nicht rein, ich hatte ja noch nie Zeit, bin ja schließlich autistisch veranlagt, gell Schwesterchen?). Und obwohl alles doch recht gemächlich losgeht, hat man plötzlich ganz fürchterlich viel zu tun – und da sag mir nochmal jemand, dass das Studentenleben toll sei *Kopfschüttel*. Und so sitzt man des Abends nach einem – selbstredend sehr anstrengendem Tag – zu Hause und muss sich trotzdem noch um tausend Dinge kümmern. Aber dafür sind wir jetzt Studenten. Und denken doch sehnsüchtig zurück. Ist das nicht Ironie? Und so wird man auch die Zeit als Student eher gestresst hinter sich bringen, um sich danach zu fragen, warum man die Zeit nicht mehr genossen hat, immerhin hat man dann nicht mehr die Chance dazu.

Also immer schön im Hinterkopf behalten: Heute sind die guten alten Zeiten von Morgen. Also nicht aufregen, sondern erstmal entspannen. Ist bestimmt besser, als sich so unnötig zu stressen, studieren kann man ja schließlich immer noch in späteren Semestern.

25
Okt
09

Etwas übertrieben!

Also das ist ja mal wieder der Wahnsinn. Ich habe gemerkt, dass ich mich in letzter Zeit etwas sehr viel aufrege. Aber es muss sein. Egal wie schlecht es vielleicht für meine Nerven ist (und das ist es ganz bestimmt). Aber manchmal geht es nicht anders. Auch wenn ihr jetzt ein schlechtes und natürlich total falsches Bild von mir habt – eigentlich bin ich ja ein ganz Lieber. Aber irgendwann ist es auch einfach wieder genug, findet ihr nicht? Ich meine, mal ganz ehrlich, mit ich Krösus? Da schaut man nichts ahnend in der Buchhandlung seines Vertrauens (dessen Namen ich jetzt aus werbetechnischen Gründen nicht nenne – wenn ich sowas mache, dann will ich auch Geld dafür) und dann muss man feststellen, dass Bücher immer teurer werden – und zwar nicht nur ein bisschen. Ganz schlimm ist es bei Studienbüchern. Die Dinger kosten zum Teil schon mehr als ein neuer Computer. Gehts noch? Also ganz im Ernst, wenn ich für ein einziges Buch 400 € zahlen soll hört der Spaß doch auf. Ich boykottiere dieses Buch, ich werde es mir nicht kaufen, allein schon deshalb, weil ich sowieso keine Zeit haben werde, es zu lesen. Geschweige denn, daraus zu lernen…

Da wird man echt arm, bei sowas, da hilft einem nicht mal das BAföG, welches ohnehin nur spärlich verteilt wird. Und die Studenten sind mal wieder die blöden. Aber das hatten wir ja schon.

Also, ich geh dann mal sparen…

24
Okt
09

So was von unnötig…

Also mal ehrlich, Motivation und so ist ja in Ordnung, aber man kann das auch echt übertreiben… Grad eine Woche in der Uni und schon gibts ein Seminar – am Wochenende! Und einen Vortrag muss ich auch noch machen dafür, ja sag mal, gehts noch? Mal ehrlich, da nimmt man den Neuankömmlingen doch gleich alle Lust zum studieren, der ganze Spaß, die Vorfreude, alles weg. Ein bisschen Zeit könnte man uns schon lasse, ich mein, wir sind doch alle noch total in der “ich muss nichts tun”-Stimmung, und dann gehts gleich so los, da fliegt doch gleich mal die Hälfte wieder raus! Und dann auch noch sowas unnützes, nicht mal spannend oder so. Vortragstechniken, also bitte. Ein wenig enttäuscht bin ich ja schon. Mein Sonntag ist auf jeden Fall mal hinüber.

So, genug, ich geh schmollen.

Wenn ihr mich braucht, ich bin nicht da. Euer Puppenspieler.

23
Okt
09

Offizielle Entschuldigung

So, jetzt hab ich den Salat. Genau das habe ich gemeint, als ich schrieb, dass es zu einem echten Problem werden kann, wenn das eigene Hobby zur Pflicht wird. Einen Tag habe ich nicht die Welt an meinen geistreichen Gedankengängen teilhaben lassen und schon fühlen sich einige besonders empfindliche Seelen (ohne das jetzt in irgend einer Weise negativ zu meinen) enttäuscht von mir. Es tut mir ja unendlich Leid, dass ich keine Maschine bin, die auf Knopfdruck seitenweise Text sinnvollen Inhalts ausspuckt. Mir kam halt etwas dazwischen. Ja, ich weiß, eine blödere Ausrede gibt es nicht (außer “Ich war gerade den Müll raustragen”, wie ich mir sagen ließ) aber es war dieses Mal tatsächlich so (vielleicht lest ihr ja demnächst sogar über meine wahnsinnig wichtigen Beschäftigungen, die ich so getrieben habe, statt zu schreiben). Besonders geht diese Entschuldigung an den Brausebär und die freie Dimension (mal wieder, ich glaube, die will hier nur eine besondere Stellung haben oder so was), denen das Fehlen eines Artikels gestern wohl sehr zugesetzt hat.

Ich hoffe, dass diese Entschuldigung angenommen und nicht veräppelt wird (ich bin da wirklich empfindlich), da sie ja sehr ernst gemeint und durchaus mit sehr viel Herzblut geschrieben wurde. In diesem Sinne, ich werde mein Bestes tun, in Zukunft nach Möglichkeit einen solchen Lapsus zu vermeiden (auch wenn das wohl kaum zu schaffen sein wird).

Demütigst und mit tiefstem Reuegefühl, euer Puppenspieler.